Gehört ihr zu den Leuten, die so richtig an die Decke gingen, als nicht jede Entscheidung aus Mass Effect am Ende des Spiel Berücksichtigung fand? Dann Vorsicht mit Metro: Last Light. Drei Mal habe ich den Vorgänger Metro 2033 durchgespielt, bis ich endlich zum “guten” Ende kam. Kaum ein anderes Spiel machte es einem so schwer. (Fast) keinen töten, Musikinstrumente finden, Gespräche anhören, es blieb immer etwas mystisch, was genau nötig war, um dorthin zu kommen. Aber in Runde drei schließlich konnte ich die nach dem Atomschlag neu entstandene Rasse der “Dark Ones” dann doch noch vor der Vernichtung bewahren. Harte Arbeit wurde vom guten Gefühl belohnt, mal wieder virtuell die Welt gerettet zu haben. Irgendwie jedenfalls.
Schön, dass Last Light gleich mit dem regulären Ende einsteigt und mir vor Augen führt, dass all die Bemühungen am Ende hinfällig waren. Aber wisst ihr was? Regt euch nicht zu sehr darüber auf, ich tat es auch nicht. Metro war nie ein Mass Effect und das nette Ende ein Goodie. Die Geschichte hält sich schließlich auch nur an die Vorlage der Bücher. Das tut auch das zweite Spiel in einem gewissen Rahmen, wenn es fast nahtlos weitermacht, wo 2033 endete. Um euch kurz einen Überblick zu geben: In einem alternativen Universum wurde der Kalte Krieg zum Atomkrieg, die Erdoberfläche ist ein unbewohnbares Wasteland, die Menschheitsreste hausen unterirdisch. Metro dreht sich dabei um das endlose System aus Tunneln und U-Bahn-Schächten unter Moskau, wo sich im Laufe der Jahrzehnte seit dem Krieg die Gesellschaft neu sortiert.
Drehte sich Metro 2033 noch in erster Linie um das erste Erkunden und Kennenlernen dieser Welt und die Bedrohung durch die Dark Ones, konzentriert sich Last Light nun mehr auf die einzelnen Fraktionen, die zuvor eher locker angerissen wurden. Die großen Gruppierungen der Kommunisten, Neo-Nazis, Händlergilden und eurer eigenen neutralen Aufpassergruppe des “Ordens” sind seit der Entdeckung eines unversehrten Bunkers voller Vorkriegs-Hightech in Aufregung. Jeder will die goldene Schatztruhe für sich beanspruchen und ein neuer Krieg liegt in der Luft, diesmal auf einem weit kleineren Maßstab, aber für die Beteiligten nicht weniger verheerend. Wie es der Sog der Ereignisse will, seid ihr schnell auf der Spur einer Verschwörung und obendrein auf der Suche nach dem letzten Dark One. Ist er Erlösung – was eure Aktion in 2033 etwas unglücklich aussehen lassen würde – oder Untergang, wer ist Freund und Feind und wie erreicht man wieder das “gute” Ende?
Read more…


Follow US !